Donnerstag, 25. August 2011

Neue Erfahrungen können wir nur machen, wenn wir bereit sind, Vertrautes hinter uns zu lassen!


Jetzt sind es also nur 36 Tage und 12 Stunden...

Ich erinnere mich noch daran, als ich vor über einem halben Jahr in meinem Zimmer saß und den lang ersehnten Brief in der Hand hielt. Die Gefühle, die mich ergriffen, waren überwältigend. Es stand für mich einfach so viel auf dem Spiel. Eine Zusage würde bedeuten, dass mir ein vollkommen neuer Lebensabschnitt bevor steht, während eine Absage für mich heißen würde, dass ich mindestens zwei weitere Jahre hier aushalten müsste.

Um es kurz zu machen: Ich bekam eine Zusage. Und so werde ich mich in 36 Tagen und 12 Stunden hunderte von Kilometern von zu Hause entfernt befinden. Ich werde auf eine Jüngerschaftsschule gehen und mich dort von Gott verändern und gebrauchen lassen.

Klar, ich freue mich riesig darauf, aber andererseits ist da diese Angst, die mir einreden möchte, dass ich das nicht schaffe, dass das, was ich tue falsch ist. Und um ehrlich zu sein: Ich finde diese Angst durchaus berechtigt. Vor allem jetzt, wo es mir schlecht geht, mein Glaube kleiner ist als ein Staubkorn und ich hier zu Hause endlich ein bisschen Halt finde, fällt es mir schwer zu gehen. Ich habe Angst davor, das hier hinter mir zu lassen und etwas neues zu wagen. Aber ich glaube, für mich ist es die einzige Möglichkeit, um neue Erfahrungen zu machen. Ich brauche einen Neuanfang, sogar mehr als je zuvor! Und deshalb wird es Zeit für mich, zu gehen. Zeit, mein eigenes Leben aufzubauen, meine eigenen Entscheidungen zu treffen und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Ich weiß, es wird schwer. Ich werde mich oft überfordert fühlen. Und es wird oft auch schmerzhaft für mich sein, mich mit meiner Vergangenheit auseinander zu setzen, um mit ihr ganz abzuschließen. Aber es muss sein. Und ich bin davon überzeugt, dass Gott da sein wird, mich führen wird und mir in all dem beisteht, denn er tut es jetzt schon. Er trägt mich, wenn ich nicht mehr selbst vorwärts gehen kann. Und wenn ich mal wieder keinen Sinn im Leben sehe und fertig mit der Welt bin, ist er da, um mich aufzufangen und mich fest in seinen Arm zu nehmen. Er wird mir beistehen in allem, was ich tue. Und er macht mir keine Vorwürfe, wenn ich etwas falsch mache, weil er so unglaublich viel Liebe und Geduld mit mir hat. Ich tue all das also nicht, weil ich glaube, dass ich es kann. Ich tue das, weil ER's kann!

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